Glossar

4K

4K ist eine alternative Bezeichnung für die UHD Ultra High Definition Auflösung. Diese beträgt 3.840 x 2.160 Pixel. Die Auflösung gilt als der künftige Standard für Fernsehübertragungen. Voraussetzung ist ein Bildschirm, der diese Auflösung unterstützt. Die Bezeichnung 4K ist aus der Kinotechnik adaptiert. Bei Kinofilmen gibt es die Auflösung bereits bedeutend länger. Die Bezeichnung UHD ist eine Adaption des Begriffes für die Fernsehtechnik.

5G

5G ist ein neuer zukunftsträchtiger Standard für die Datenübertragung im mobilen Netz. 5G ermöglicht deutlich höhere Bandbreiten als LTE. So soll sichergestellt werden, dass die Mobilfunknetze die künftig höhere Auslastung bewältigen können. Für den Empfang von 5G wird ein spezielles Smartphone benötigt. Derzeit befindet sich das Netz im Ausbau. So kann 5G erst in wenigen Regionen genutzt werden.

Advertising-Video-on-Demand (AVoD)

AVoD steht für die Bezeichnung Advertising-Video-on-Demand. Hierbei handelt es sich um einen Streamingdienst, der im Prinzip dem klassischen Video-on-Demand entspricht. Digitale Inhalte können direkt aus dem Internet gestreamt werden. Die Besonderheit von AVoD ist, dass es sich nicht um Bezahlinhalte handelt. Der Kunde kann die Inhalte frei anschauen. Zur Finanzierung werden Werbesequenzen eingeblendet, die den Stream regelmäßig unterbrechen. Oftmals ist es möglich, durch den Abschluss eines Abonnements die Werbung auszuschalten.

AndroidTV

AndroidTV ist eine Plattform, die auf internetfähigen Flachbildfernsehern zur Verfügung steht. Die alternative Bezeichnung für den Dienst ist SmartTV. Die Inhalte des linearen Fernsehens und des Internets verschmelzen im SmartTV. Der Kunde kann auf Mediatheken und Streamingdienste zugreifen. Die Auswahl der Inhalte lässt sich über den Download von Apps erweitern. AndroidTV arbeitet auf der Basis des Betriebssystems Android. Es wurde von Google entwickelt und läuft auf vielen Smartphones. Kunden, die ein Android-Smartphone besitzen, sind mit der Bedienung von AndroidTV schnell vertraut.

AppleTV

Der Begriff AppleTV steht für eine Set-Top-Box des gleichnamigen Anbieters und für einen digitalen Videodienst. Dieser ist auf der Set-Top-Box fest installiert und bündelt die Angebote verschiedener Streaming-Dienstleister in einer App. Der Abschluss eines Abos für eigene Produktionen ist möglich. Darüber hinaus lassen sich Apps anderer Anbieter auf die Box laden. So können verschiedene Streamingdienste aus einer Hand genutzt werden. Die Box wird via HDMI mit einem Flachbildfernseher oder einem Receiver verbunden.

​Binge-Watching

Binge-Watching ist ein Begriff, der das stundenlange Konsumieren von Serien im Stream umschreibt. Der Begriff kommt aus dem Amerikanischen und wurde im Jahre 2015 zum Wort des Jahres erklärt. Deutsche Entsprechungen sind Serienmarathon oder Komaglotzen. Hintergrund ist die Bereitstellung von Serien von Streamingdiensten mit vielen Folgen. Fans schauen die Folgen über einen Zeitraum von mehreren Stunden hintereinander. Binge-Watching ist vor allem bei der jüngeren Generation beliebt. Mediziner stehen dieser Art von Medienkonsum jedoch kritisch gegenüber.

BluRay

BluRay ist die Bezeichnung für ein optisches digitales Speichermedium. Das Bild liegt in High Definition (HD) vor. Die BluRay trat die Nachfolge der DVD an und bot eine höhere Bild- und Tonqualität. Die Speicherkapazität der BluRay ist höher als bei der DVD. So ist es möglich, die Inhalte in hochauflösender digitaler Qualität zu speichern und abzurufen.

Chromecast

Der Chromecast ist eine kleine Box von Google. Das Gerät wird via HDMI mit dem Flachbildfernseher oder mit einem Receiver verbunden. Es erlaubt das Casting, also die drahtlose Übertragung von Inhalten, die von einem Smartphone oder einem Tablet-PC abgespielt werden. Voraussetzung ist, dass die Entwickler der App eine Freischaltung für Chromecast vorgesehen haben. Dies erkennt der Nutzer an einem speziellen Icon. Liegt die Freischaltung vor, lassen sich die Inhalte per Fingertipp auf den großen Bildschirm übertragen. Filme, Serien und Fernsehsendungen, aber auch Fotos können auf diese Weise bequem auf dem großen Bildschirm betrachtet werden.

​Dolby Digital

Dolby Digital ist ein Standard aus der Tontechnik. Es handelt sich um ein digitales Mehrkanalsystem, auf dem für einen Zeitraum von vielen Jahren ein Patent lag. Seit 2017 ist das System für die freie Nutzung verfügbar. Es handelt sich um ein System, das in verschiedenen Varianten für die Erzeugung von Ton in der Kino- und Fernsehtechnik seinen Einsatz findet. Auch auf BluRay Filmen und im Stream liegt der Ton in Dolby Digital vor.

FireTV

FireTV ist ein Standard, den das Online-Versandhaus Amazon auf dem Markt etabliert hat. Der Kunde kann einen Stick oder eine Set-Top-Box erwerben. Der Anschluss erfolgt via USB oder HDMI an einem Flachbildfernseher oder einem anderen digitalen Gerät. FireTV ermöglicht den Abruf von Inhalten, die als Amazon Prime im Stream angeboten werden. Für den Abruf der Inhalte ist entweder ein Abonnement erforderlich, oder Einzeltitel können per Einmalzahlung gemietet oder gekauft werden. Darüber hinaus ist es möglich, weitere Apps von Streaminganbietern sowie Spiele zur Unterhaltung auf den Stick oder die Box zu laden.

Flatrate

Eine Flatrate umschreibt einen Tarif für die unbegrenzte Nutzung von Telekommunikationsdienstleistungen oder Internetangeboten. Vor allem im Bereich der Mobilfunkverträge und beim Abschluss von Verträgen mit Streamingdienstleistern haben sich Flatrates etabliert. Der Vorteil der Flatrate liegt in der Kostenkontrolle. Alle Leistungen, die in einem Paket enthalten sind, lassen sich ohne Zusatzkosten in Anspruch nehmen. Bei Mobilfunktarifen ist die Flatrate bei der Nutzung des mobilen Internets häufig in der Geschwindigkeit eingeschränkt. Ist ein bestimmtes, im Vertrag definiertes Datenvolumen verbraucht, kann der Kunde nur noch mit einer sehr geringen Geschwindigkeit surfen.

Free Video on Demand (FVoD)

FVoD steht für die Möglichkeit, digitale Inhalte kostenlos aus dem Internet auf dem heimischen Fernseher anzuschauen. Es handelt sich um eine Form des Video-on-Demand. Die Inhalte werden mit leichter Zeitversetzung aus dem Internet geladen und auf dem Bildschirm dargestellt. Bei Vorliegen einer schnellen Internetverbindung fällt die Zeitverzögerung nicht ins Gewicht.

HDR

HDR ist die Abkürzung für die Bezeichnung High Dynamic Range Image. Dabei handelt es sich um einen Standard aus der digitalen Fotografie und Videoproduktion. Durch die Verwendung spezieller Techniken ist es möglich, Bilder mit hohen Helligkeitsabstufungen kontrastreich darzustellen. Eine Software sorgt für die Übereinanderlegung mehrerer Bilder zu einer Datei. Die Anwendung von HDR erfolgt auf Bilder mit Helligkeitsunterschieden ab einem Wert von 1:1.000. Via HDR ist eine sehr authentische Darstellung von Bildern möglich.

High Definition Television (HDTV)

HD oder HDTV steht für den Begriff High Definition (Television). Dabei handelt es um einen Standard für die TV-Übertragung. Auch Streamingdienste bieten die Übertragung von Filmen und Serien in HD-Qualität an. Das hochauflösende Filmmaterial hat eine sehr gute Qualität. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel. Beim Kauf moderner Flachbildfernseher und Computermonitore gilt die Auflösung als Mindestanforderung für die Darstellung hochauflösender Inhalte.

IPTV

IPTV steht als Abkürzung für den Begriff Internet Protocol Television. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Standard für die Übertragung von Fernsehprogrammen. Die Übertragung erfolgt unter Anwendung eines Internetprotokolls. Anders als bei der Breitbandübertragung via DVB kann der Kunde IPTV ohne spezielle Hardware direkt aus dem Internet abrufen. Die Bereitstellung der Fernsehbilder erfolgt als Live Stream.

Live Stream

Im Live Stream werden Fernsehsendungen und sportliche Ereignisse während des Geschehens im Internet übertragen. Die Betrachtung ist auf allen internetfähigen Geräten möglich.

Lizenztitel

Mit dem Lizenztitel erwirbt der Kunde die Erlaubnis, eine Software für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen. Der Lizenztitel kann einmalig für die dauerhafte Nutzung vergeben werden. Üblicher ist jedoch die Vergabe von Lizenzen in einem Abonnement. Der Abschluss ist mit flexiblen Laufzeiten möglich. Alle Aktualisierungen sind im abonnierten Zeitraum im Preis enthalten. In Bezug auf Streaming sind Lizenztitel Filme und Serien großer Produktionsstudios, die die Streaming-Anbieter erwerben und so ihren Abonnenten zur Verfügung stellen können. Lizenztitel auf den großen Streaming-Plattformen können jederzeit auslaufen.

LTE

LTE ist die Abkürzung für Light Term Evolution. Es handelt sich um einen schnellen Mobilfunkstandard, der alternativ als 4G bezeichnet wird. Via LTE sind theoretisch Bandbreiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Im Durchschnitt finden 25 bis 50 MBit/s Anwendung. LTE gilt derzeit als Standard in der mobilen Datenübertragung. Er wird vom schnelleren 5G abgelöst werden.

Mirroring

Hinter dem Begriff des Mirroring steht ein Spiegeln von Inhalten von einem mobilen Gerät auf einen Flachbildfernseher oder Beamer. Für das Mirroring ist eine spezielle Hardware erforderlich. Diese kann im Flachbildfernseher integriert sein oder über ein externes Gerät zur Verfügung gestellt werden. In der Regel handelt es sich hierbei um eine Set-Top-Box. Die Set-Top-Box ist auf das Betriebssystem des Smartphones oder Tablets abgestimmt. So funktioniert das Mirroring bei iOS-Geräten von Apple mit dem Apple TV. Für Smartphones mit Android-Betriebssystem wird der Google Chromecast benötigt. Moderne Flachbildfernseher haben beide Standards integriert, sodass kein externes Gerät benötigt wird.

Near-Video-on-Demand (NVoD)

NVoD steht für die Bezeichnung Near-Video-on-Demand. Hierbei handelt es sich um einen Streamingdienst, der nur in bestimmten Intervallen abgerufen werden kann. Eine alternative Bezeichnung ist interaktives Fernsehen. NVoD wird beispielsweise bei Sportübertragungen angeboten.

Over-the-top content

Die Bezeichnung Over-the-top content umschreibt Inhalte, die dem Kunden direkt aus dem Internet zur Verfügung gestellt werden. Dabei handelt es sich um Filme, Serien oder um Angebote des linearen Fernsehens. Die Besonderheit ist, dass die klassischen Übertragungswege bei der Bereitstellung dieser Inhalte nicht genutzt werden. So ist für den Empfang von linearem Fernsehen kein Vertrag mit einem Kabelanbieter und keine digitale Satellitenanlage notwendig. Auch DVB-T wird bei der Übertragung umgangen. Der Kunde streamt die Inhalte direkt von den Servern des Rechnennetzes. Dank schneller Internetleitungen ist eine hohe Qualität und eine ruckelfreie Darstellung garantiert.

Set-Top-Box

Eine Set-Top-Box ist ein digitales Gerät, das via USB oder HDMI mit einem Fernseher, einem Receiver oder einem Computer verbunden wird. Die Set-Top-Box ermöglicht den digitalen Abruf von Inhalten, die Streamingdienste oder Bezahlsender zur Verfügung stellen. Auch für den Empfang von TV im digitalen Breitband-Format ist eine Set-Top-Box erforderlich. Die Steuerung der Box erfolgt über eine eigene Fernbedienung. Neben vorinstallierten Inhalten ist es möglich, die Funktionalität mit verschiedenen Apps zu erweitern. Beim Empfang von Breitband TV ermöglicht die Box die Aufnahme und das zeitlich versetzte Abspielen von Fernsehsendungen. Auch die Inhalte von Mediatheken lassen sich über die Set-Top-Box abrufen.

Standard Definition Television (SDTV)

SD oder SDTV steht als Abkürzung für Standard Television Definition. Die Auflösung dieses Formats beträgt 720 × 576 Pixel. Es handelt sich um einen veralteten Standard aus den 1990er Jahren. Die Qualität entspricht der DVD. Heute findet SD im Streaming Verwendung. Anbieter arbeiten bei der Veröffentlichung von Dateien im Internet mit der Auflösung, um den Download mit einem geringeren Datenvolumen anzubieten. Auf kleinen Bildschirmen, beispielsweise vom Smartphone, bietet SD eine akzeptable Qualität.

Streaming

Beim Streaming erfolgt eine leicht zeitversetzte Wiedergabe von digitalen Inhalten, die auf einem Server gelagert sind. Dabei kann es sich um Video- oder Audioinhalte handeln. Die Bereitstellung der Inhalte erfolgt über ein leistungsfähiges Rechnernetz. Der Kunde kann die Inhalte gleichzeitig laden und betrachten. Genau genommen bezeichnet das Streaming den Vorgang des Ladens. Der Inhalt ist ein Live Stream oder einfach nur ein Stream. Auch Fernsehsendungen lassen sich als Live Stream betrachten.

Subscription Video on Demand (SVoD)

SVoD steht für die Bezeichnung Subscription-Video-on-Demand. Dies ist in der deutschen Übersetzung gleichbedeutend mit einem Video bzw. Streaming-Anbieter, den der Kunde für den künftigen Abruf abonniert. Hierbei handelt es sich um eine Variante von VoD (Video on Demand). Der Unterschied liegt in der Verpflichtung, ein Abonnement abzuschließen. Im Rahmen dieses Abonnements kann der Kunde alle Inhalte abrufen, die auf der Plattform des Anbieters gespeichert sind. Nach der Beendigung des Abos ist der Zugriff auf die Inhalte nicht mehr möglich.

Transactional-Video-on-Demand (TVoD)

TVoD steht für die Bezeichnung Transactional-Video-on-Demand. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Streamingdienst. Die Inhalte können direkt aus dem Internet geladen werden. Der Abschluss eines Abonnements ist nicht erforderlich. Der Kunde zahlt für jeden Inhalt einzeln. Beliebte TVoD-Angebote bestehen in der Möglichkeit, aktuelle Filme, die kürzlich noch im Kino zu sehen waren, gegen Zahlung einer Gebühr einmalig zu Hause anzuschauen.

Ultra High Definition Television (UHD TV)

UHD oder UHD TV steht als Abkürzung für den Begriff Ultra High Definition. Die alternative Bezeichnung des Standards ist 4K. Dabei handelt es sich um ein hochauflösendes Format für moderne Flachbildfernseher, Computerbildschirme und Beamer. Die Auflösung beträgt 3.840 x 2.160 Pixel und ist somit doppelt so hoch wie beim HD-Standard. Die Darstellung der Inhalte erfolgt lebendig und mit einer hohen Tiefe. UHD ist der künftige Standard in der Fernsehübertragung. Viele Filme und Serien liegen im Stream in UHD-Qualität vor.

Video on Demand (VoD)

VoD steht als Abkürzung für den Dienst Video on Demand. Alternativ ist der Begriff Streaming in Gebrauch. Hinter dieser Bezeichnung steht ein Dienst, der es erlaubt, digitales Videomaterial direkt aus dem Internet zu laden. Die Betrachtung der Inhalte erfolgt mit einer geringen Zeitverzögerung zwischen Ladevorgang und Darstellung der Inhalte. Dank schneller Internetleitungen merkt der User von der Zeitverzögerung nichts. Das Betrachten von digitalem Videomaterial via VoD hat sich als Alternative zum linearen Fernsehen etabliert. Inzwischen gibt es in Deutschland einige VoD Anbieter, darunter Netflix, Amazon Prime Video, JOYN, Disney+ oder auch Sky.

VPN

VPN steht als Abkürzung für den Begriff Virtual Private Network. Das Netzwerk ist in sich geschlossen. Dies bedeutet, dass nur berechtigte Personen Zugriff haben. VPN spielt u.a. beim Aufbau von Firmennetzwerken eine große Rolle. Beim Thema Streaming kommt ein VPN zum Einsatz, wenn ein User z.B. im Ausland auf die heimischen Inhalte von Netflix, Amazon und Co. zugreifen will. Die Inhalte sind in der Regel lokal beschränkt - durch ein VPN kann der User dem Streaming-Anbieter vortäuschen, dass er sich in seinem Heimatland befindet.